Konfirmandenfreizeit

Von ihrer kreativen und witzigen Seite zeigten sich die Jugendlichen aus der Konfirmandengruppe 2 auf der Wochenendfreizeit Ende Januar. In einem Selbstversorgerhaus im Allgäu verbrachten wir zwei intensive Tage in schöner Gemeinschaft.

Kreativitätskostproben: Eine Aufgabe war, die berühmte biblische Geschichte des "Turmbau zu Babel" (biblische Originalgeschichte lesen) zu verfremden, was den Jugendlichen echt gut gelungen ist. 

Das erste Beispiel: Die Geschichte wird in die heutige Zeit übertragen, die Jugendlichen haben daraus die Geschichte einer gescheiterten Hochzeit gemacht. Statt gemeinsam große Pläne zu verwirklichen, gehen die Partner ohne gegenseitiges Verständnis auseinander.


Der Hochzeitsfail
Die Brautzeugin schnürte das Kleid enger. “Bist du nervös?“, fragte sie. “Ja, irgendwie schon, aber nach all den Stress mit den Hochzeitstorten, dem Brautkleid und den Eheringen, bin ich froh, dass es losgeht. Aber vor allem freue ich mich, dass alle 5741 Gäste gekommen sind. Und die goldene Kutsche mit den zehn weißen Pferden steht auch schon bereit.“
„Dann können wir ja los.“

Beim Standesamt: "Bernd Meier, möchten Sie die hier anwesende Ann-Katrin Aknaf zu Ihrer Frau nehmen und sie bis an ihr Lebensende lieben und ehren, so antworten sie: Ja, ich will.“
„Ja, ich will.“
“Und sie Ann-Katrin Aknaf, möchten Sie den hier anwesenden Bernd Meier zu ihren Mann nehmen und ihn lieben und ehren bis an sein Lebensende, so antworten sie mit: „Ja, ich will“.
„Nein!“
„Wie, nein?“
„Ja, halt Nein.“
„Ja, was heißt hier Nein?“
“Nein, ich will nicht! Du bist nicht der Richtige!“
„Ist jetzt nicht dein Ernst, die ganze Kohle zum Fenster rausgeschmissen für so ´nen fail. Was sollen die Gäste jetzt denken?!“
„Wir fahren jetzt nach Hause und du packst dein Zeug! Kannste gucken, wo du bleibst.“


Das zweite Beispiel: Die Geschichte als Gegenteil-Geschichte, das heißt, an einigen Stellen in der neu formulierten Geschichte passiert genau das Gegenteil des Originals. So bekommt die Original-Aussage noch mehr Deutlichkeit.

Bald gab es ein paar Menschen, welche dieselbe Sprache sprachen. Nachdem sie in den Osten gezogen waren fanden sich schnell ein fruchtbares Land, bei dem sie bleiben wollten. Sie wollten ihre Zelte aufbauen, aber die anderen wollten eine kleine Stadt bauen, weil sie lieber in Häusern als in Zelten schlafen wollten.
So kam es zum ersten Streit. Schließlich gab es einen Sturm und die Zelte wurden hinfort geweht.  Dadurch waren sie gezwungen, die Stadt nun doch zu bauen. Der Sturm hatte jedoch ihre Ernte zerstört und so waren sie auf die Hilfe der Nachbarstadt angewiesen. Diese machte mit ihnen den Deal, sie sollten in einem Monat einen hohen Turm bauen, in dem sie die Ernte lagern können.
So begannen sie widerwillig den Turm zu bauen, höher und höher. Gott sah herab und freute sich, dass die einst Zerstrittenen sich immer besser verstanden und beschloss, ihnen zu helfen. Sie wurden schnell fertig und wurden eine gute Gemeinschaft. Schließlich lebten sie alle in Babel und hatten viel Essen im Turm. Sie waren groß, stark und berühmt.
Dadurch sieht man, wie eine tolle und enge Freundschaft entstehen kann.

 

 

für die Konfirmandengruppe: H. Gamerdinger