Planungsentwurf zur Gemeindehaus- und Kindergartensanierung im Kirchengemeinderat

Am 7. Februar erläuterte Architekt Wolfgang Metzger in einer öffentlichen Sitzung des Kirchengemeinderats den Planungsentwurf für den Umbau des Martin-Luther-Gemeindehauses.

Eine Projektgruppe mit den beiden Architekten Wolfgang Metzger und Christian Welte, vier Mitgliedern des Bauausschusses, mehreren Fachplanern (Tragwerk, Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektrik, Außenanlagen) und Dietmar Plank als Projektsteuerer hatte zuvor die Details für den Umbau erarbeitet.

Die jetzt favorisierte Planungsvariante sieht vor, den Nordflügel durch einen Neubau zu ersetzen

Der Kindergarten im EG im Ostflügel bekommt einen eigenen Eingang, einen Schlafraum, eine Essecke und einen Sanitärbereich mit Wickelkombination, sodass dort künftig eine ganztägige Betreuung auch von Kinder unter drei Jahren möglich wird. Der Spielbereich mit Sandkasten, Schaukeln und Kletter-geräten wird erneuert. Der Saal im 1. Stock wird brandschutztechnisch ertüchtigt durch eine Fluchttreppe und eine Brandschutzdecke über dem Kindergarten. Die Fassade wird neu gestrichen, so dass Alt- und Neubau miteinander ein freundliches Aussehen erhalten.

Im Nordflügel wird ein neues Treppenhaus gebaut mit einem Aufzug, der alle vier Stockwerke vom Keller bis zum DG anfährt.

Im EG des Nordbaus entsteht direkt gegenüber dem Hauptportal der Stadtkirche ein Saal, der sich zum Kirchhof hin mit Glastüren öffnen lässt. Damit ein barrierefreier Zugang möglich wird, wird der Kirchhof um einige Zentimeter angehoben und als Vorplatz auch insgesamt neugestaltet.

Im OG entstehen zwei große Gruppenräume mit neuer Raumhöhe und gegenüber den bisherigen Räumlichkeiten besseren Zuschnitt. Toiletten und Garderoben sind sowohl im EG wie auch im OG vorgesehen, sodass sie auch für Kirchenbesucher leichter zugänglich werden.

Bei der Wahl der Baumaterialien werden hohe ökologische Kriterien angelegt. Die Heizanlage, die erst zehn Jahre alt ist und neben dem Gemeindehaus auch die Kirche beheizt, kann weiter betrieben werden.

Die Kostenschätzung liegt jetzt bei 1,8 Millionen Euro. Die Mehrkosten von 200.000 Euro gegenüber der Entwurfsstudie des Oberkirchenrats sind – so sieht es auch der Projektsteuerer – angesichts der vielfältigen Verbesserungen gerechtfertigt.

In der KGR-Sitzung am 7. März wurde der Kosten- und Finanzierungsplan beschlossen und danach dem Oberkirchenrat zur Genehmigung weitergeleitet.

Pfarrer Stephan Günzler