ÖKumenischer Arbeitskreis Woche für das Leben

 

 

 

 

 

 

 

 

_____________________________________________________________________

Unsere Veranstaltung 2014

Wem gehört der Tod? - Würde und Selbstbestimmung am Ende des Lebens

begleitende Hände

Podiumsgespräch und Diskussion
Mi, 14. Mai 2014, 19.30 Uhr
Gemeindehaus St. Maria, St. Konradstr. 28, Weingarten


Thomas Radau, Krankenpfleger, Clinic Home Interface, Ravensburg
Albert Rau, Katholischer Seelsorger an der Uniklinik Ulm
Dr. Michael Sigg, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin, Oberschwabenklinik, KH St. Elisabeth, Ravensburg

Der ökumenische Arbeitskreis „Woche für das Leben“ lädt am Mittwoch, 14. Mai 2014, um 19.30 Uhr zu einem Podiumsgespräch mit dem Thema „Wem gehört der Tod?“ ins Gemeindehaus St. Maria, St.-Konrad-Straße 28, Weingarten, ein.

Wie können wir unser Sterben in Würde gestalten? Im geduldigen, vielleicht von Schmerzen begleiteten Warten und Ausharren? Oder gibt uns der Anspruch auf Selbstbestimmung auch das moralische Recht, den Tod gezielt herbeizuführen, wenn das Leben unerträglich wird? Neben dem von Palliativmedizin und Hospizbewegung praktizierten Weg der schmerzlindernden Sterbebegleitung gibt es in Nachbarländern wie Holland und Belgien das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben durch ärztliche Hilfe. Neben der Tötung auf Verlangen durch Ärzte oder Angehörige wird auch die Beihilfe zur Selbsttötung öffentlich in Fernseh-Talkshows vorgeschlagen.

Den Startschuss für die jüngste Diskussion in Deutschland gab Bundesgesundheitsminister Gröhe. Er plant eine Regelung, in der jede Form der organisierten Beihilfe zum Suizid, wie sie etwa die Schweizer Organisationen „Exit“ und „Dignitas“ anbieten, unter Strafe gestellt wird. Erlaubt wäre künftig nur noch die persönliche Hilfe zum Sterben etwa durch Angehörige oder Freunde.

2014 heißt das Motto der „Woche für das Leben“ nach der Gedichtzeile von Eduard Mörike „Herr, dir in die Hände… sei alles gelegt“. Was bedeutet das für unser Sterben? Wem „gehört“ unser Tod? Der 86jährige Theologe Hans Küng sagt, Gott habe „gerade auch dem sterbenden Menschen die Verantwortung und Gewissensentscheidung für Art und Zeitpunkt seines Todes überlassen“. Die Katechismen der christlichen Kirchen kommen zu einem anderen Schluss.

Im Mittelpunkt des Abends soll ein Podiumsgespräch unter Fachleuten stehen: Thomas Radau, Krankenpfleger bei Clinic Home Interface in der Oberschwabenklinik, KH St. Elisabeth Ravensburg, Albert Rau, katholischer Seelsorger an der Uniklinik Ulm, und Dr. Michael Sigg, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin, Oberschwabenklinik, KH St. Elisabeth Ravensburg, tauschen ihre Sichtweisen zum Thema aus. Alle Bürgerinnen und Bürger Weingartens sind eingeladen, die eigenen Positionen in Tischgruppen zu diskutieren und strittige Fragen dem Podium vorzulegen.


Bruno Schmid für die ökumenische Arbeitsgruppe „Woche für das Leben“

_____________________________________________________________________

Unsere Veranstaltung 2013

Mehrgenerationenhaus – die Großfamilie der Zukunft?

Foto: Mehrgenerationenhaus Gansbühl

Foto: Mehrgenerationenhaus Gansbühl

Der Arbeitskreis „Woche für das Leben“ lädt am Samstag, 13. April 2013, um 15.00 Uhr zu einem Vortrag mit Gespräch ins Gemeindehaus
St. Maria, St-Konrad-Straße 28, Weingarten, ein.


Das herkömmliche Muster des Lebens im Alter ist schwierig geworden. Bisher betreute und pflegte die junge Generation die ältere zuhause, solange es möglich war. Dieses Muster scheitert heute häufig, und zwar aus mehreren Gründen: Die Frauen der jungen und mittleren Generation sind meist berufstätig. Die Senioren werden älter; sie möchten am liebsten in der eigenen Wohnung bleiben. Diese ist aber oft nicht barrierefrei. Auch gibt es - laut Bevölkerungs-Statistik - immer weniger Junge, die dann für immer mehr Alte sorgen müssten.


Was tun? Mit dieser Fragestellung befasste sich seit November ein Team der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Weingartens, das eine Veran-staltung zur „Woche für das Leben“ vorbereitet. Seit mehr als zwanzig Jahren wollen die Kirchen in dieser Woche, die bundesweit begangen wird, den Wert und die Würde des menschlichen Lebens zum Thema machen.

 

2013 steht die Veranstaltung unter dem Motto „Zusammenhalt gestalten“. Das Team hielt – zusammen mit dem Stadtentwicklungsprogramm STEP 2020 in Weingarten – das Miteinander der Generationen für ein Thema, das auf den Nägeln brennt. Da die alten Muster oft scheitern, suchte die Gruppe nach neuen Modellen und stieß auf die „Lebensräume für Jung und Alt“ der St. Anna-Hilfe der Stiftung Liebenau. Am Beispiel des Mehrgenerationenhauses Gänsbühl in Ravensburg kann das Modell anschaulich werden. Am Beginn steht die generationen-übergreifende Wohnform. Sie ist die Keimzelle für das Bürgerengagement, aus dem die Quartiersarbeit entsteht.


Am Samstag, dem 13. April 2013, soll das Modell öffentlich vorgestellt werden. Frau Susanne Weiß, die den Prozess im Gänsbühl als Gemeinwesenarbeiterin moderiert, wird berichten - zusammen mit einer Gruppe von Bewohnern, die Fragen aus der Runde gerne beantworten.

Beginn ist um 15.00 Uhr im Gemeindehaus St. Maria in Weingarten; das Ende ist für 17.30 Uhr vorgesehen.


Oberbürgermeister Ewald wird mit dabei sein.


Alle Bürgerinnen und Bürger Weingartens sind herzlich eingeladen.