Ökumenisches Gebetsläuten endet nach 100 Tagen

Glocke in der Evang. Stadtkirche

Ende März hatten Bischof Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Landesbischof Frank Otfried July von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gemeinsam zu einem Gebetsläuten täglich um 19.30 Uhr aufgerufen. „Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen. Die Glocken rufen uns zur Andacht und Fürbitte. Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.“ hieß es im Aufruf der Bischöfe.

Auch in Weingarten haben die Glocken von St. Martin, St. Maria, Heiliggeist und der Evang. Stadtkirche hundert Tage lang jeden Abend gemeinsam geläutet. Nicht wenige Menschen in unserer Stadt haben das Läuten zum Anlass genommen, eine Kerze ins Fenster zu stellen und ein kurzes Gebet zu sprechen.

Nachdem das Infektionsgeschehen in unserer Region weitgehend abgeklungen ist, die Schulen und Kitas wieder geöffnet haben und auch in allen Kirchen wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden können, ist jetzt der Zeitpunkt da, das Corona-Läuten zu beenden.

Die Glocken läuten jetzt wieder zu den gewohnten Zeiten am Morgen, am Mittag und Abend und zum Einläuten des Sonntags.
Sie erinnern uns mitten im geschäftigen Alltag daran, dass unsere Zeit in Gottes Händen liegt und jeder Tag ein kostbares Geschenk Gottes ist.

Pfr. Stephan Günzler im Namen der Ökumenischen Pastoralkonferenz Weingarten