Gemeindefest - Abschied vom Gemeindehaus

Weil das 66 Jahre alte Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde teilweise abgebrochen und umfangreich saniert wird, hat die Gemeinde am gestrigen Sonntag ein Abschiedsfest gefeiert. Nach der Sommerpause fangen die Arbeiten für den Umbau an, in den auch der Martin-Luther-Kindergarten einbezogen ist.

Die vielen, nicht nur gemeindeeigenen Gruppen, die das Haus sehr regelmäßig nutzen, müssen den Sommer über ihr Domizil räumen, daher das Abschiedsfest. Viele von ihnen, einschließlich des Kindergartens, kommen bis zum Abschluss des Umbaus im „blauen Hort“ in der städtischen Promenadenschule unter. Die Stadt Weingarten beteiligt sich auch mit einem Zuschuss von 250.000 Euro für den Kindergartenumbau, wie Fachbereichsleiter Rainer Beck unter dem Beifall der Festbesucher sagte.

Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde und die armenische Gemeinde, beide regelmäßige und gern gesehene Gäste in Kirche und Gemeindehaus, beteiligten sich mit Ständen mit landestypischen Spezialitäten am bunten Festbuffet, Posaunenchor und Stadtkapelle spielten auf, und vor allem für Kinder und Jugendliche gab es im gepflegten Kirchgarten ein breites Spiele- und Mitmachangebot mit dem neuen Weingartener Spielmobil.

Bereits der Familiengottesdienst zu Anfang des Festtags war sehr gut besucht. Pfarrer Stephan Günzler, der über das Gleichnis predigte vom klugen Mann, der sein Haus auf Fels statt auf Sand baut, stellte beim anschließenden Fest im Freien auch nochmals detailliert die Umbaupläne vor. Stets unübersehbar und mitten im Festtrubel war die Papp-Figur des Reformators Martin Luther, Namensgeber des Kindergartens. An ihm ist ein Spendenbarometer montiert. 200.000 Euro der insgesamt 1,8 Millionen Euro Baukosten muss die Gemeinde durch Spenden aufbringen – gute 70.000 Euro sind schon zusammengekommen. 

Chr. Schrade