Unterstützung in der Einen Welt - Unsere Hilfsprojekte 2019


Der Kirchengemeinderat hat wieder drei Entwicklungsprojekte ausgewählt, die wir mit jeweils mindestens 1.500 € aus den Gottesdienstopfern im Jahr 2019 unterstützen wollen.  Diese Projekte werden hier kurz vorgestellt.


Tabakernte in SAMBIA – Schwerstarbeit für Kinder  
Im Dickicht der großen Tabakblätter sieht man sie kaum: die Kinder, die auf der Plantage arbeiten, damit ihre Familien überleben können. Miremo ist einer von ihnen. Gebückt jätet der 12-Jährige bei sengender Hitze Unkraut, pflückt die reifen Tabakblätter und bringt sie zum Trocknen ins Ofenhaus.  Inzwischen leidet Miremo an einer Nikotinvergiftung – ohne jemals eine Zigarette geraucht zu haben! Denn bei jeder Berührung der Tabakblätter dringt Nikotin in seine Haut ein. An einem Arbeitstag auf der Tabakplantage nimmt sein kleiner Körper Nikotin wie ein starker Raucher auf. Der Junge hustet, ist müde und schlapp, bekommt schlecht Luft, oft ist ihm übel.
In Sambia, einem der ärmsten Länder weltweit, ist Kinderarbeit trotz gesetzlicher Verbote weit verbreitet. Die Mädchen und Jungen verrichten schwere körperliche Arbeit – nicht nur auf Tabakplantagen, sondern auch in Steinbrüchen, Sandgruben und Ziegeleien. Mit dem kargen Lohn bessern die Kinder nicht nur das Familieneinkommen auf. Sie bezahlen oft auch ihre Schulbücher und Uniformen. Denn viele Kinder gehen zumindest sporadisch zur Schule, wenn sie nach der Arbeit noch Zeit und Kraft haben.
Hätten die Eltern der Kinder genügend Einkommen, könnten sie ihre Kinder zur Schule statt zur Arbeit schicken. Die KINDERNOTHILFE  organisiert nun gezielt Maßnahmen, die das Einkommen der Eltern steigern. Es werden Kurse in Rechnen, Schreiben und nachhaltigem Wirtschaften durchgeführt.
Auch Miremo kann bald regelmäßig die Schule besuchen. Seine Mutter hat einen kleinen Marktstand und besucht regelmäßig die Kurse der KINDERNOTHILFE. „Ich möchte bald genug Geld verdienen, damit Miremo nicht mehr arbeiten muss“, sagt die junge Frau.


Hilfe für Mutter und Kind SÜDSUDAN/NORDKENIA
Im Südsudan herrscht eine der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsraten der Welt. Die Presbyterianische Kirche bildet in einem zweijährigen Ausbildungsgang 2o-25 Hebammen aus, die dann in ihrer Heimatregion die Gesundheitssituation verbessern. Wegen des Bürgerkriegs musste die Schule ins nordkenianische Lokichoggio verlegt werden.
Wichtiger Bestandteil des Programms ist die Kooperation mit den medizinischen Einrichtungen im nahe gelegenen Flüchtlingslager Kakuma.


Obst- und Gemüseanbau als Weg aus der Armut INDONESIEN

Die Gebirgslandschaft Südsulawesis hat ein besonders günstiges, mildes Klima, das sich gut für die Landwirtschaft eignet. Der dortige Obst- und Gemüseanbau versorgt nicht nur die Region, sondern auch weite Teile des Landes.
Um die wirtschaftliche Lage von denjenigen zu verbessern, die immer noch mit entsprechend niedrigen Erträgen nur für die eigene Versorgung wirtschaften, hat die Evangelische Kirche in Südsulawesi (GKSS) 1,8 ha Land erworben und wird dies in einem Pilotprojekt landwirtschaftlich nutzbar machen. Es werden Felder und Pflanzterrassen angelegt, Bäche für die Bewässerung in der Trockenzeit umgeleitet und für die Aufzucht von Süßwasserfischen eingerichtet. Zum Projekt gehören auch Treibhäuser zur Aufzucht der Jungpflanzen und Pflege bestimmter Blumensorten, die sich gut für den Verkauf eignen.
Die Landwirte werden in verschiedenen praktischen Fertigkeiten über den Anbau von Gemüse, Blumen und auch Süßwasserfischzucht geschult. So werden die Bewirtschaftung der Farmen und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessert.
Die EMS unterstützt den Obst- und Gemüseanbau mit insgesamt 18.000 Euro.