Geschlechterverhältnisse und Sexualität im Neuen Testament

Vortrag mit Prof. Michael Tilly, Tübingen

Viel zu oft werden biblische Texte aus ihrem Zusammenhang gerissen und dann dazu missbraucht, die eigene Meinung zu untermauern. Um eine Grundlage für christliche Lebensgestaltung zu finden, sollte das Evangelium aber im Zusammenhang der ganzen Bibel gelesen und verstanden werden.
Der Vortrag nimmt die Geschlechterverhältnisse und die Homosexualität zunächst in der antiken jüdischen Lebenswelt in den Blick. Danach fragt er, wie das frühe Christentum damit umgegangen ist.

Neben dem Referenten werden auch die beiden Kandidierenden der „Offenen Kirche“ für die Wahl zur württembergischen evangelischen Landessynode, der Biberacher Dekan Hellger Koepff und die Laupheimer Bibliothekarin Jutta Henrich, für Fragen zur Verfügung stehen. Bei der evangelischen Kirchenwahl am 1. Dezember streben beide den Wiedereinzug in das Stuttgarter „Kirchenparlament“ an.
Die evangelische Vereinigung „Offene Kirche“ ist ein kirchenpolitischer Zusammenschluss innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie vertritt eine liberale Theologie im ökumenischen Horizont und ist basisdemokratisch organisiert. Sie betont den gesellschaftlichen Auftrag der Kirche und den diakonischen Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Sie wendet sich gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare.

Vortrag mit Prof. Dr. Michael Tilly, Professor für Neues Testament an der Universität Tübingen am Mittwoch, 9. Oktober in Weingarten, Martin-Luther-Gemeindehaus, Abt-Hyller-Str. 17, 19:30 Uhr.

Text: H. Gamerdinger, Bild: privat