• addProjekt 1: „Masangane“ - Hoffnung für AIDS-Waisen und AIDS-Kranke – SÜDAFRIKA

    AIDS vernichtet die Lebensgrundlage vieler Südafrikaner und ihrer Familien: Infizierte finden keine Arbeit und Kinder bleiben als Waisen zurück.

    Im „Masangane-Projekt“ kehrt die Hoffnung zu AIDS-Kranken und betroffenen Kindern zurück. Durch HIV-Schnelltests und die Ausgabe von antiretroviralen Medikamenten an Erkrankte helfen die Masangane-Sozialarbeiter schon lange. Gesundheitsarbeiter gehen zudem von Haus zu Haus, vergewissern sich, ob es bettlägerige Patienten gibt, die medizinisch versorgt werden müssen, und überprüfen, ob im Haushalt minderjährige Kinder leben. Diese Kinder und AIDS-Waisen werden von den Masangane-Sozialarbeitern im Alltag, bei Behördengängen und bei Besorgungen unterstützt. Sie helfen ihnen, mit der belastenden Situation zurechtzukommen und machen einen normalen Schulbesuch möglich. Der Erfolg ist beachtlich: 80 Prozent der unterstützten Kinder schaffen ihren Schulabschluss und haben so die Chance, dem Kreislauf von Armut und Verwahrlosung zu entkommen.

    Masangane wird in den nächsten Jahren speziell die Jugendarbeit verstärken. Es werden Sportaktivitäten angeboten, um Jugendliche vom Drogenkonsum abzuhalten. Mit Informationsveranstaltungen klären Sozialarbeiter über Teenagerschwangerschaften, ungesunde Beziehungen von Minderjährigen mit wohlhabenden älteren Männern, HIV-Infektionsrisiken und die Gefahren des Drogenkonsums auf. Ziel ist es, zusätzlich zum regulären Hilfsprogramm weitere 2000 Menschen auf HIV/AIDS zu testen und für zusätzliche zweihundert Kinder aus HIV/AIDS-betroffenen Haushalten Schuluniformen und Schulgebühren zu finanzieren.

  • addProjekt 2: Hilfe zur Selbsthilfe zur Sicherung des Existenzminimums durch landwirtschaftliche Schulung und Beratung (indicamino e.V., Trossingen) - BOLOVIEN



    Landwirtschaft und Viehhaltung ist für die Ureinwohner des bolivianischen Urwaldes immer noch ein neues Gebiet. Ihre angestammten Lebensgewohnheiten hatten sie als Jäger und Sammler. Doch verschiedene Aspekte führen dazu, dass ihr Lebensraum immer knapper wird. Aus diesem Grund müssen alternative Ernährungsquellen erschlossen werden. Die Situation führt zu einer immer einseitigeren Ernährung mit der Folge von Mangelerscheinungen bis hin zu Unterernährung. Alternativen für eine Ernährungsumstellung sind aufgrund mangelnder Einkaufsmöglichkeiten kaum vorhanden. Hinzu kommt die Herausforderung, dass Landwirtschaft und Viehhaltung, also Anbau und Pflege, die gegenteilige Mentalität von Jägern und Sammlern erfordert. Deshalb benötigen sie immer wieder Ermutigung, Hilfe und das gute Vorbild, um die seit Jahrhunderten eingespurten Verhaltensweisen positiv zu verändern.

    Durch unsere Projekte ist dies zunehmend gelungen. Außerdem achten wir auf ökologische Gesichtspunkte und die Bedürfnisse ihrer Kultur. Musterställe haben Nachahmer gefunden und so verbreiten sich die neuen Möglichkeiten nach dem Schneeballprinzip und stärken die Dorfgemeinschaft und das Selbstwertgefühl. Die Motivation steigt, wenn die Selbstversorgung der Familie und weiterer Empfängerkreise wieder in Gang kommt und durch den Verkauf von Produkten der Lebensunterhalt wieder erkämpft werden kann. Wir arbeiten mit Schulungen, möglichst in einer ganzen Gruppe und die Begünstigten treffen Vorbereitungen (Stallbau, Weidezäune, Futteranbau). Das von uns als Starthilfe zur Verfügung gestellte Saatgut oder der Grundstock an Zuchttieren (Schweine, Kühe bzw. Schafe, Hühner oder andere Kleintiere) sollen nach spätestens fünf Jahren aus den Erträgen des Anbaus oder der Zucht wieder in das Projekt eingebracht werden ("Kuhbank"-Prinzip). Darüber hinaus geben die Begünstigten aus den Erträgen auch an ihre Verwandten und Nachbarn weiter. Außerdem unterstützen wir einheimische Berater, so dass die Begünstigten über den notwendigen Zeitraum begleitet werden, das erworbene Wissen und die Kenntnisse nachhaltig gesichert werden und der Einstieg für neue Begünstigte auf einem einfachen Niveau gewährleistet ist. Mit Ihrer Hilfe wollen wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass dort Nahrungsmittelknappheit und Falschernährung eingedämmt werden können und Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird.

  • addProjekt 3: Kleine Notfall- und chirurgische Insel-Klinik - PHILIPPINEN

    Auf den kleinen und unberührten Pollilio-Inseln östlich von Manila arbeitet PMA unter sehrarmen Menschen. In kleinen Fischerdörfern rund um die Küste leben die Menschen meist in einfachen Hütten und vom Fischfang. Da die Menschen tagtäglich der tropischen Sonne ausgesetzt sind, über offenem Feuer und mit Salzwasser kochen, haben viele schon früh Augenkrankheiten und Infektionen. Da durch die abgelegene Inselsituation und Falschernährung das Immunsystem vieler Insulanern geschwächt ist, würde eine CoVid-19 Infektion dramatisch sein. Auf all diesen Inseln gibt es kaum Hilfe, kein Beatmungsgerät und die Regierung setzt kaum Mittel ein, noch finden sie medizinisches Personal, das dort arbeiten möchte. Da die nächste Klinik weit ab in Manila ist, haben die Insulaner so kaum eine realistische Chance auf Hilfe. Jeden Monat reisen PMA ́s Augenchirurg Dr. John Escote und Mitarbeiter Genezel Tandoc mühevoll auf diese Inseln, und nehmen die allernotwendigsten Behandlungen vor. Da wir bald wieder mit einem Flugdienst zu diesen Inseln beginnen werden, können wir Ärzte aus Manila, die ihrer Freizeit investieren und auf freiwilliger Basis aushelfen möchten, schnell auf diese Inseln bringen, und so eine Erstversorgung gewährleisten. Wirkliche Notfälle fliegen wir gerne kostenfrei in das nächste Krankenhaus nach Manila, jedoch kann kaum jemand eine Behandlung in Manila bezahlen. Um den freiwilligen Ärzten einen OP und Behandlungsraum zur Verfügung zu stellen, werden wir auf der kleinen Insel Patnanungan eine Klinik aufzubauen. Sie wird in der Lage sein, rund 70.000 Menschen aus den umliegenden Inseln zu versorgen. Wir wollen dort eine Augenchirurgie einrichten, um Bindehautablösungen und Grauer Star operieren zu können. Auch werden dort, je nach bereitstehenden Ärzten und gespendeten Equipment weitere Behandlungen möglich sein. Außerdem soll die Klinik im Falle eines Pandemie-Ausbruches als Notfallklinik zur Verfügung stehen, und Menschen eine realistische Überlebenschance bieten. Die Klinik wird aus Stein und Zement gebaut werden, damit sie bei den häufigen Tropenstürmen Stand hält, sichern Unterschlupf bieten kann und von Termiten nicht zerfressen wird. Die einheimischen Mitarbeiter sind dankbar, dass wir mit ihrer lokalen Hilfe eine kleine Insel-Klinik aufbauen werden. Helfen Sie mit, dass wir unser PMA Motto: „Hoffnung bringen, Leben verändern“ dort ganzheitlich umsetzten können.