April 2021

united4rescue / Wir schicken ein Schiff

Bild der Seawatch 4

Neues vom Schiff

Die „Sea-Watch 4“ ist wieder zurück auf dem Weg zu weiteren Einsätzen zur Rettung von Menschenleben auf dem Mittelmeer. Seit September war sie von italienischen Behörden festgesetzt worden.

Im November hatte sich die Evangelische Kirchengemeinde Weingarten/Berg/Schlier durch einen Beschluss des Kirchengemeinderats der Aktion „Wir schicken ein Schiff“ angeschlossen. Im letzten Jahr hatte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zusammen mit vielen Organisationen dieses Bündnis gegründet. Es wurde ein Schiff gekauft und zur Seenotrettung umgebaut. Viele Spendengelder konnten dafür gesammelt werden.
Unsere Kirchengemeinde wurde Mitglied in diesem Bündnis und unterstützt es mit 300 € jährlich, die ebenfalls aus Spenden extra dafür kommen.
Dem Dank der Organisation in einem Presseartikel können wir uns anschließen: „Wir stehen hinter der Sea-Watch 4 und sind sehr froh, dass sie schon bald wieder im Einsatzgebiet ist, um solche Tragödien zu verhindern. Wir danken allen Beteiligten, die dem Sterben auf dem Mittelmeer nicht tatenlos zuschauen wollen.“

Text: H. Gamerdinger, Bild: united4rescue

Der ganze Artikel über den Wiederbeginn des Einsatzes

Zum Bündnis "united4rescue"

Oktober 2020

Rettungsschiff der EKD

In der Sitzung des Kirchengemeinderats im Oktober 2020 haben wir uns dem von der Evangelischen Kirche mitbegründeten Bündnis „united4rescue“ angeschlossen und unterstützen das Projekt mit 300 € jährlich.

Die EKD hat ein Schiff gekauft, um damit auf dem Mittelmeer Bootsflüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Das Schiff ist ein Symbol für eine Kirche, die aktiv eingreift. Sie protestiert damit öffentlichkeitswirksam gegen die gegenwärtige Migrations- und Flüchtlingspolitik in der EU. Mit dem Schiff möchte die EKD darauf aufmerksam machen, dass ein menschliches Europa nicht mit dem Ignorieren der Tragödie zusammenpasst, die im Mittelmeer nun schon lange traurige Realität geworden ist. Man lässt keine Menschen ertrinken.

Wir unterstützen die Absicht des Projekts, sich öffentlich zu positionieren und zu handeln und es nicht nur beim Reden zu belassen.

Die Unterstützung des Bündnisses war im Kirchengemeinderat nicht unumstritten. Als Bedenken wurden in der Diskussion unter anderem geäußert, dass das Retten der Bootsflüchtlinge zu den sogenannten Pull-Faktoren gehöre, also dazu beitrüge, dass sich Menschen überhaupt erst auf den Weg nach Europa machten. Trotzdem entschied sich der Kirchengemeinderat mehrheitlich für die Unterstützung des Projekts.

Wer sich genauer dafür interessiert, findet in der ARD Mediathek unter dem Stichwort „Wir schicken ein Schiff“ eine gute Dokumentation.

H. Gamerdinger